510-Pyro gehört zur neuen Generation von Färbe- und Gerbentwicklern und soll ähnliche Ergebnisse wie Pyrocat oder PMK liefern. Es wurde von Jay DeFehr in den USA formuliert und kam auf den Markt, weil es sich durch eine sehr feine Körnung, hohe Akutanz, gute Fleckenbildung und extreme Langlebigkeit auszeichnet. Das haben wir doch schon mal gehört, oder? Mit der zunehmenden Verbreitung des Entwicklers und den ersten Selbstversuchen bildete sich jedoch eine Anhängerschaft von Fotografen heraus, die sowohl bei der normalen Entwicklung als auch bei der Stand- und Halbstandtechnik gute Ergebnisse erzielten.
Es ist bemerkenswert, dass der Entwickler in Verdünnungen von 1+100 oder 1+200 für die normale Entwicklung und bis zu 1+500 für die Standentwicklung verwendet wird.
Einige Vorteile
Der Entwickler verwendet Pyrogallol, die zweitälteste Entwicklungssubstanz, die je verwendet wurde (nach Gallussäure). Es wurde im späten 19. Jahrhundert sehr populär, bis es durch das allgegenwärtige Metol verdrängt wurde. Pyrogallol hat jedoch zwei wesentliche Vorteile gegenüber Metol. Diese sind:
1. Ein von Pyro erzeugter Oxidationsfleck, der zu einem natürlichen Filter wird, um Glanzlichter zu zähmen und den Druck zu erleichtern, insbesondere bei abgestuften Papieren.
2. Bräunung oder Härtung der Gelatineemulsion, die sowohl das Negativ vor Beschädigung schützt als auch die Bewegung des Entwicklers durch die Emulsion verringert, was zu einer höheren positiven Bildakutanz führt.
Diese beiden Vorteile sind enorm, wenn sie richtig eingesetzt werden, und die Suche nach einer Möglichkeit, Pyro zu verwenden, dauert schon seit über einem Jahrhundert an. 510-Pyro behauptet, nicht nur diese beiden Vorteile erreicht zu haben, sondern auch den Heiligen Gral der Fotografie, nämlich ultrafeines Korn mit hoher Schärfe. Ich möchte noch einen weiteren Vorteil für mich hinzufügen: ein einziger Lösungsvorrat (kein Mischen von A und B), der jahrelang haltbar ist.
